Eine mögliche Organisationsform für Kompetenz-Entwicklung ist ein „Lernprojekt“. Das Richtlernziel, „die Fähigkeit zu selbsorganisiertem Handeln“ zu vermitteln, erreicht man nicht über traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Seminar, Vorlesung oder Training, sondern nur beim Anwenden, also durch in die Arbeit integriertes Lernen.
In einem Lernprojekt treffen sich Teilnehmer mit einem (oder mehreren) gemeinsamen konkreten Lernziel(en); diese werden in einer vorangehenden Bedarfs-Feststellung konkret identifiziert. Lern-Ziele ergeben sich direkt aus den Problemen in der Arbeit und werden beim durch einen (externen oder internen) Fach-Coach unterstützen Arbeiten an diesen Problemen verfolgt. Ein Lernprozessbegleiter initiiert, organisiert, koordiniert und steuert den Lernprozess.
Ein Lernprojekt besteht in der Regel aus mehreren Modulen, die durch die Lernziele bestimmt sind. In einem „Impuls-Workshop“ werden Lösungsansätze vermittelt, Informationsquellen genannt und Lernwege in Form von abgestimmten Lernaufgaben skizziert. Es folgt eine mehrwöchige, gecoachte „Selbstlernphase“. Die Ergebnisse werden in einem „Bilanz-Workshop“ präsentiert, diskutiert und kommentiert. Das Ganze wird dokumentiert.

